Alkohol ist ungesund

Alkohol ist ungesund und nüchtern betrachtet ein gefährliches Zellgift!!

 

Immer wieder erwecken Berichte den Eindruck, dass Alkohol letztlich doch ganz gesund ist. Und man liest so etwas auch gerne, weil es das schlechte Gewissen beruhigt, wenn mal wieder die Sektkorken knallen oder ein Fässchen Bier angestochen wird. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings: Die positiven gesundheitlichen Effekte sind doch eher gering. Der Schaden, den übermäßiger Alkoholkonsum anrichten kann, aber ist groß.

Alkohol und Herzinfarkt

 

Die US-Forscher haben mehr als 50.000 Männer 20 Jahre lang beobachtet und alle vier Jahre hinsichtlich ihres Alkoholkonsums befragt. Knapp 2000 der Studienteilnehmer hatten bereits einen Herzinfarkt. In der Auswertung zeigte sich, dass Männer mit einem vorausgegangenen Herzinfarkt länger lebten, wenn sie regelmäßig moderate Mengen Alkohol (30g pro Tag, das entspricht ca. ¼ Liter Wein oder 0,5 Liter Bier) tranken. Moderater Alkoholkonsum kann offensichtlich das Herz schützen“, resümiert der Münchener Herzspezialist Prof. Heinrich Holzgreve. „Der Grat zwischen Schutz und Schaden ist allerdings sehr schmal. Bei mehr als 30g täglichen Alkoholkonsums kippen die positiven Effekte ins Gegenteil.“

 

Nur wenige profitieren

Andere Mediziner betonen, dass die günstigen Effekte des Alkohols nur einer sehr kleinen Gruppe zugute kommen. „Menschen über 60, die schon einen Herzinfarkt hatten oder eine Herzinfarktrisiko haben, profitieren von mäßigem Alkoholkonsum. Alle anderen nicht," sagt beispielsweise der Heidelberger Internist und Alkoholforscher Helmut K. Seitz. Im Hinblick auf andere Krankheiten, wie zum Beispiel Krebserkrankungen, gibt es keinerlei schützende Wirkung von Alkohol. Das Krebsrisiko beispielsweise steigt mit jedem Schluck, bei Frauen besonders das Risiko für Brustkrebs.

 

Ingesamt werden etwa 60 Krankheiten durch Alkohol begünstigt. Am empfindlichsten reagiert die Leber, denn sie ist das Entgiftungsorgan des Körpers. Aber auch Bauchspeicheldrüse, Magen, Speiseröhre, Nerven, Muskeln und Gehirn leiden. Frauen reagieren empfindlicher auf Alkohol als Männer und sind daher besonders gefährdet.

 

Schäden in den Körperzellen

Nüchtern betrachtet ist Alkohol ein Zellgift. Es gelangt über das Blut in die Körperzellen. Dank seiner chemischen Eigenschaften überwindet es die Zellwand und dringt bis in den Zellkern ein. Dort schädigt Alkohol die Erbsubstanz. Der Körper kann diese Schäden in begrenztem Ausmaß von selbst reparieren. Wer allerdings regelmäßig trinkt, schädigt auch seine körpereigenen Reparaturmechanismen.

 

Rotwein ist auch nicht besser

Auch mit der Annahme, dass Rotwein der gesündere Alkohol sei, hat die Wissenschaft inzwischen längst aufgeräumt. Ein Forscher, der jahrelang die positiven Effekte des Rotweintrinkens nachgewiesen haben wollte, flog jüngst mit gefälschten Studienergebnissen auf. „Zwar enthält der Rotwein einige anti-oxidative, also zellschützende Substanzen wie Resveratrol“, sagt Alkoholforscher Helmut K. Seitz. „Aber der Alkohol erzeugt im Körper so viel oxidativen Stress, dass er alle anderen positiven Effekte überlagert.“ Der Experte rät alternativ zu Traubensaft. „Da haben Sie Anti-Oxidantien, aber eben keinen Alkohol.“

 

Weniger ist mehr

Unter dem Strich ist Alkohol alles andere als gesund. Die Schäden, die er anrichtet, können einen möglichen Nutzen nicht aufwiegen. Wer risikoarm trinken möchte, sollte an mindestens drei Tagen pro Woche pausieren und ansonsten bei kleinen Mengen bleiben. Für Männer gelten ein ¼ Liter Wein oder ein halber Liter Bier pro Abend als vertretbar, für Frauen die Hälfte.

 

(Quelle: www.wdr5.de, AutorinS. Damas)

 

 

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