Grundregeln Essen - Teil I

Regel 1: Essen Sie Lebens-Mittel

 

Das ist heute leichter gesagt als getan, vor allem weil jedes Jahr über 17.000 Produkte neu in den Supermarktregalen stehen und um das Geld konkurrieren, das Sie für Lebensmittel ausgeben. Allerdings verdienen es die meisten dieser Artikel nicht, Lebens-Mittel genannt zu werden - ich bezeichne sie deshalb als "essbare nahrungsähnliche Substanzen". Dies sind hochgradig verarbeitete, von Lebensmittelwissenschaftlern entwickelte Mixturen, deren Zutaten hauptsächlich Mais- und Soja Derivate sind, die kein normaler  Mensch im Küchenschrank stehen hat. Sie enthalten chemische Zusatzstoffe, mit denen der menschliche Körper noch  nicht besonders lange vertraut ist. Wer sich heutzutage gut ernähren will, steht deshalb vor der Herausforderung, echte Lebens-Mittel auszuwählen und den Neuheiten der Nahrungsmittelindustrie aus dem Weg zu gehen.

 

Regel 2: Essen Sie nichts, was nicht auch für Ihre Urgroßmutter als Lebensmittel akzeptabel gewesen wäre.

 

Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihre Uroma oder Ihre Oma (je nachdem wie alt Sie sind) neben sich, während Sie Ihren Einkaufswagen durch die Supermarktgänge schieben. Sie stehen zusammen vor der Theke mit den Milchprodukten. Sie nimmt ein Tubenjoghurt in die Hand - und hat keine Ahnung, was dieses gefärbte, aromatisierte Gel im weichen Plastikzylinder sein könnte. Ist das etwas zu essen oder eine Zahnpasta? Wir finden heute im Supermarkt Hunderte nahrungsähnlicher Produkte, die unsere Vorfahren einfach nicht als etwas Essbares erkannt hätten. Ganz abgesehen von den diversen chemischen Zusatzstoffen und den Mais- und Soja-Derivaten, die sie enthalten, oder den Kunststoffen, in die sie im Allgemeinen verpackt sind und von denen einige wahrscheinlich gesundheitsschädlich sind, gibt es zahlreiche Gründe dafür, diese komplizierten Nahrungsmittelprodukte nicht zu essen. Lebensmittel werden heute auf eine Weise bearbeitet, die speziell darauf angelegt ist, dass wir mehr von ihnen kaufen und essen. Das wird dadurch erreicht, dass sie unsere evolutionär angelegten "Knöpfe drücken" - sie setzen auf unsere angeborene Vorliebe für Süßes, Fettiges und Salziges. Diese Geschmacksrichtungen sind in der Natur schwer zu finden, für Lebensmittelwissensachaftler aber billig und einfach zu entwickeln.

Ergebnis: Die Bearbeitung verleitet uns dazu, von diesen Raritäten mehr zu essen, als uns guttut. Die Uroma-Regel sorgt dagegen dafür, dass viele dieser Produkte nicht in Ihrem Einkaufswagen landen.

 

Regel 3: Meiden Sie Nahrungsprodukte, die Zutaten enthalten, die kein normaler Mensch im Kühlschrank hat.

 

Ethoxylierte Diglyceride? Zellulose? Xanthan? Calciumpropionat? Ammoniumsulfat? Warum sollten Sie, wenn Sie selbst nicht mit solchen Substanzen kochen würden, anderen erlauben, mit ihnen für Sie zu kochen? Der Chemiebaukasten der Lebensmittelwissenschaftler ist darauf ausgelegt, die Haltbarkeit zu verlängern, alte Lebensmittel frischer und appetitlicher aussehen zu lassen, als sie tatsächlich sind, und Sie dazu zu bringen, mehr von ihnen zu essen. Ob einer dieser Zusatzstoffe Ihre Gesundheit nun erwiesenermaßen gefährdet oder nicht - viele von ihnen werden noch nicht lange von den Menschen verzehrt, und deshalb machen Sie am besten einen weiten Bogen um Sie

Zum Abonnieren meines BLOG's klicken Sie auf das Logo