Pfirsiche

 

Die Nähr- und Vitalstoffe des Pfirsichs

 

Ein Pfirsich wiegt – je nach Sorte – zwischen 100 und 150 Gramm und besteht fast zu 90 Prozent aus Wasser. Gerade an heissen Sommertagen ist der saftige Pfirsich mit seinen 40 Kilokalorien eine gesunde Alternative zu Süssigkeiten und Snacks.

 

 

 

 

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf 100 g:

 

Fett 0,1 g

Kohlenhydrate 8,9 g

davon Ballaststoffe 2,3 g

Protein 0,8 g

Vitamin C 15 mg

Wenn Sie zwei Pfirsiche essen, können Sie schon 30 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs an Vitamin C – dem bekannten immunstärkenden Vitamin – decken.

 

Vitamin E 1 mg

In einem grösseren Pfirsich stecken somit immerhin rund 8 Prozent der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin E.

 

Vitamin K 15 µg

Ein einziger Pfirsich enthält ganze 20 Prozent des Vitamin-K-Bedarfs und kann infolgedessen dazu beitragen, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen.

 

Beta-Carotin 660 µg

Diese Carotinmenge entspricht etwa einem Viertel des empfohlenen Tagesbedarfs. Bedenken Sie aber, dass vor allem die gelbfleischigen Pfirsichsorten Beta-Carotin liefern, weniger die weissen.

 

Abgesehen von Beta-Carotin (Provitamin A) stecken im Pfirsich noch weitere Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin, die gemeinsam eine essenzielle Rolle für die Augengesundheit spielen.

 

Ausserdem ist in der Haut und im Fruchtfleisch des Pfirsichs eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen enthalten, deren antioxidatives Potential noch höher ist als das von Vitaminen und Carotinoiden.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe und deren Heilwirkung

 

Der Pfirsich ist reich an Polyphenolen (z. B. Flavonoiden), die für die Farbe, das Aroma und den Geschmack der leckeren Frucht verantwortlich sind und zahlreiche heilende Eigenschaften haben. Der Polyphenolgehalt variiert dabei abhängig von der Sorte.

 

Weissfleischige Pfirsiche: 28 bis 111 mg pro 100 g

Gelbfleischige Pfirsiche: 21 bis 61 mg pro 100 g

 

Zu den wichtigsten Polyphenolen im Pfirsich zählen z. B. die Chlorogensäure, welche die DNA vor Schäden bewahrt, und Quercetin, das gegen Krebs und Depressionen wirken soll. Darüber hinaus enthalten Pfirsiche auch das Epicatechin, das das Auftreten der häufigsten Krankheiten in den Industriestaaten – also Gehirnschlag, Herzinfarkt, Krebs und Diabetes – auf weniger als 10 Prozent reduzieren könnte.

 

Ausserdem finden sich vor allem in der Schale des Pfirsichs – insbesondere im sogenannten Roten Weinbergpfirsich, der auch als Blutpfirsich bezeichnet wird – Anthocyane. Dies sind Farbstoffe, die Laborstudien zufolge ebenfalls vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen können.

 

Zubereitungstipps

 

Um den Kern zu entfernen, halbieren Sie einfach den Pfirsich und verdrehen die beiden Pfirsichhälften gegeneinander. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Pfirsich voll ausgereift ist.

 

Wenn der Pfirsich nicht sofort gegessen werden soll, z. B. wenn Sie einen Fruchtsalat zubereiten, ist es sinnvoll, das Fruchtfleisch mit ein wenig Zitronensaft zu beträufeln. Auf diese Weise können Sie verhindern, dass sich das Fruchtfleisch braun verfärbt.

 

Bei so manchem Gericht, z. B. in Marmeladen, wird die pelzige Haut des Pfirsichs zuweilen als störend empfunden und deshalb entfernt. Reife Pfirsiche lassen sich generell viel leichter schälen.

 

Waschen Sie die Pfirsiche und ritzen Sie mit einem scharfen Messer an der unteren Seite ein kleines Kreuz hinein. Geben Sie die Pfirsiche in einen Topf mit kochend heissem Wasser und blanchieren Sie sie für maximal 40 Sekunden, ansonsten werden sie matschig.

 

Geben Sie die Früchte dann mit einer Schöpfkelle für etwa 1 Minute in Eiswasser. Nun können Sie die Schale an den durch das Einritzen entstandenen Ecken greifen. Wenn Sie vorsichtig und gleichmässig daran ziehen, können Sie die Schale prima ablösen, ohne dass das Fruchtfleisch beschädigt wird.

 

Bedenken Sie hierbei aber, dass mit der Schale auch all jene heilsamen Inhaltsstoffe entfernt werden, die sich darin befinden (z. B. die Anthocyane).

 

Kaufen Sie Bio-Pfirsiche!

 

Wenn Sie die Schale des Pfirsichs gern mitessen, sollten Sie beim Kauf unbedingt auf Bio-Qualität achten. Pfirsiche gehören nämlich leider zu jenen Obstsorten, die häufig mit Schadstoffen belastet sind.

 

Mitarbeiter von Greenpeace haben in Supermärkten deutschlandweit Pfirsiche und Nektarinen aus Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien gekauft und in einem Speziallabor untersuchen lassen.

 

Das Ergebnis war niederschmetternd: Nur eine einzige von 32 Proben war frei von Spritzmittelresten! 22 Prozent der getesteten Fruchtproben wurden aufgrund des zu hohen Pestizidgehalts oder der enthaltenen Giftcocktails als mangelhaft und nicht empfehlenswert eingestuft. Insgesamt wurden 23 unterschiedliche Pestizide ermittelt, darunter besonders gefährliche Krebserreger und Nervengifte (z. B. Carbaryl).

 

 

Was Sie bei der Lagerung von Pfirsichen beachten sollten

 

Pfirsiche sind wegen ihres hohen Wassergehalts sehr druckempfindlich. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Pfirsiche nie aufeinander, sondern stets nebeneinander lagern, sodass sie sich nicht gegenseitig berühren.

 

Unreife Pfirsiche können mit viel Glück bei Zimmertemperatur nachreifen. Lagern Sie sie dazu an einem dunklen, zimmerwarmen Ort, z. B. in einer Schachtel. Kontrollieren Sie die Früchte jedoch zweimal täglich, da sie sehr empfindlich für Schimmel oder Fäulnis sind.

 

Oft beginnen sie zu schimmeln, noch bevor sie ausgereift sind. Wenn Sie daher am liebsten reife Pfirsiche essen, dann sollten Sie besser gleich reife Früchte kaufen.

 

Reife Früchte können Sie bis zu fünf Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Aber auch hier häufig kontrollieren!

 

Wie reif ein Pfirsich ist, erkennen Sie, indem Sie mit einem Finger leicht draufdrücken. Ist der Pfirsich hart wie ein Stein, ist er unreif, wenn hingegen die Schale aufplatzt, ist er überreif und kann noch gut verwendet werden, z. B. um ein Chutney herzustellen.

 

In puncto Gesundheit ist es am besten, Pfirsiche nach der Ernte so bald wie möglich zu geniessen, da durch eine zu lange Lagerung und die Verarbeitung wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.

 

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