Gelbe Rüben, Mohrrüben oder Karotten

Was ist das Besondere an Karotten?

Bereits die Jäger und Sammler der Steinzeit ernährten sich von nahrhaften Wurzeln, die sie aus der Erde ausgruben. Aus der wilden Möhre (Daucus carota) ist dann die Mohrrübe entstanden, die als Nutzpflanze bereits seit Jahrtausenden angebaut wird – in Schweizer Pfahlbauten fand man jüngst Samen aus der Zeit um 2000 v. Chr. Die lila-, gelb- und weißfarbenen Sorten, die man heute wieder auf Märkten findet, sind jedoch keine neuen Züchtungen, sondern die eigentlichen Urformen: Rotviolette und gelbe Karotten stammen aus Afghanistan, weiße aus dem Mittelmeerraum.

Die heutige orangefarbene Möhre ist vermutlich durch Kreuzungen in den Niederlanden entstanden.


Was macht die Mohrrübe so gesund?

Mohrrüben sind besonders reich an Beta-Carotin – einer Vorstufe von Vitamin A –, das in unserem Körper eine starke antioxidative Wirkung entfaltet: Es fängt zellschädigende freie Radikale ab, die etwa in der Haut durch UV-Strahlung oder in der Lunge durch Tabakrauch entstehen. Babys verleiht der Pflanzenfarbstoff zudem den beliebten Karottenteint. Damit der Körper Beta-Carotin leichter aufnehmen kann, sollten Karotten gegart, zerkleinert und mit etwas Fett oder hochwertigen Öl gegessen werden. Das Fett fördert die Aufnahme des fettlöslichen Beta-Carotins.


Außerdem liefern Mohrrüben Eisen, das für die Blutbildung wichtig ist, sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Zink und die Vitamine C, K und Folsäure. Folate zählen zu den B-Vitaminen und sind für Wachstumsprozesse wie die Zellbildung und Zellteilung unerlässlich. Schließlich liefern Karotten viel Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung (wichtig ist dabei: viel trinken!) – und das alles bei nur ca. 25 kcal pro 100 Gramm!


Wie werden Karotten gelagert?

Bundmöhren sind sehr lecker und sollten direkt verzehrt werden. Im Gemüsefach halten sie sich maximal 10 Tage. Wichtig: das grüne Kraut entfernen! Dickere Waschmöhren aus dem Sommer können bis zu vier Wochen gelagert werden, späte Wintermöhren überdauern im Keller in feuchtem Sand und gut belüftet bis zum Frühjahr.

Tipp: Möhren lassen sich klein geschnitten und blanchiert auch gut einfrieren.

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