Emmer (Zweikorn)

Emmer (Zweikorn) zählt zu den gesündesten Getreidesorten. Das harte Korn ist verwandt mit dem Hartweizen. Emmer ist eine sehr alte Getreidesorte, dessen Ursprung im Vorderen Orient liegt. Vor ca. 10.000 Jahren war Emmer zusammen mit Gerste das Hauptgetreide. Auch in Mitteleuropa spielten diese beiden Getreidearten bis zur Bronzezeit eine wichtige Rolle.

 

Emmer gehört zu den Spelzgetreiden, d.h. seine Getreidekörner sind von einer festen Hülle eingeschlossen. Diese schützt das wertvolle Korn von schädlichen Umwelteinflüssen und sorgt gleichzeitig für eine längere Haltbarkeit des Getreides. Durch die Spelze ist die Verarbeitung des Emmer aufwendiger, weil das Korn in einem zusätzlichen Arbeitsschritt aus seiner Hülle gelöst werden muss.

An der Emmerähre wachsen aus jedem Absatz der Ährenspindel zwei Körner, weswegen Emmer auch Zweikorn genannt wird – im Gegensatz zu seinem Verwandten Einkorn.

 

Produkte aus Einkorn haben ein leicht nussiges und besonders feines Aroma. Außerdem haben sie eine charakteristische goldgelbe Farbe, die durch den hohen Carotin-Gehalt verursacht wird. Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind wichtig für die Sehkraft, darüber hinaus stärkt Carotin das Herz-Kreislauf-System und beugt Krebserkrankungen vor.

 

Im Einkorn stecken auch besonders viele Aminosäuren (Eiweiße). Die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin sind an der Bildung von Adrenalin und anderen Stoffen beteiligt, die Wachheit und Konzentration bewirken. Zudem enthält Einkorn viele nützliche Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Eisen. Ein gesundes Pausenbrot aus Einkorn hilft somit, den Alltag in Schule oder Beruf zu meistern.

 

In der Küche: Emmer eignet sich durch ein besonders würziges Aroma und eine charakteristische dunkle Färbung hervorragend zum Backen von Brot. Da die Klebeeigenschaften fürs Brot backen nicht ausreichen, wird Emmer mit anderen Mehlsorten gemischt.

 

Gemahlen ist das Korn eher grießig und eignet sich hervorragend zur Herstellung von Teigwaren. In Italien kennt man Emmer auch als eine Art Polenta, die mit Frischkäse und Kräutern gegessen wird.

 

 

Emmermehl ist auch für Kuchen, Waffeln, Feingebäck, Pizza, Dampfnudeln oder Knödel super. Die gekochten Körner können als Einlage für Suppen, Risotto und Eintöpfe, aber auch in Salaten, Aufläufen oder Bratlingen verwendet werden.

 

Emmer lässt sich wie andere Getreidesaaten auch zum Bierbrauen verwenden.

 

 

NEWSLETTER Anmeldung

Bitte den Code eingeben:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Marktplatz Mittelstand - Kinesiologie und Klang Praxis Andrea Göb