Kichererbsen

 

Kichererbsen sind vor allem im Orient beliebt. Aber auch bei uns erfreuen sich die Hülsenfrüchte inzwischen großer Beliebtheit. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Kichererbsen wissen sollten.

    

Bereits 600 v. Christus wurden Kichererbsen in Kleinasien angebaut und auch in Indien und im Mittelmeerraum sind die Hülsenfrüchte schon lange bekannt. In Deutschland werden Kichererbsen kaum angebaut, denn sie bevorzugen ein warmes Klima. Kultiviert werden Kichererbsen daher z.B. in Indien, Pakistan, der Türkei und Spanien aber auch in Latein- und Südamerika. In vielen dieser Länder sind Kichererbsen immer noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Mit der Erbse sind sie trotz ihres Namens nicht näher verwandt.

Wenn wir von Kichererbsen sprechen, meinen wir damit die Samen der Pflanze. Diese können hellbraun oder beige sein - so sind sie bei uns meist erhältlich - oder aber rot, braun oder schwarz. Diese Variante der Kichererbsen ist zum Beispiel in Indien vorzufinden. Dort sind die getrockneten Kichererbsen nicht nur dunkler, sondern auch kleiner und deutlich runzeliger.

Kichererbsen schmecken leicht nussig und sind mehlig kochend, behalten aber auch im gegarten Zustand ihre Form.

 

 

Bei uns sind Kichererbsen in zwei Formen erhältlich. Zum einen gibt es sie getrocknet in Naturkostläden, Asia-Shops, Reformhäusern und gut sortierten Supermärkten. Es handelt sich hier meist um die beige-gelblichen Kichererbsen, den sog. Kabuli-Typen. Die etwas kleineren Kichererbsen aus dem mittleren Asien, Afrika oder Australien heißen Desi-Typ, sie sind bei uns aber nur selten zu finden.

Getrocknete Kichererbsen sind sehr lange haltbar. Kühl, trocken und luftdicht bleiben sie ein bis zwei Jahre genießbar. Optimaler Weise sollten Sie die Kichererbsen aber gelegentlich lüften. Manchmal werden trockene Samen von Würmern befallen. Anhaltspunkt dafür sind kleine Wurmlöcher, die in den Kichererbsen sichtbar sind.

Ebenfalls sehr beliebt sind Kichererbsen in Konserven. Sie sind in Dosen und Gläsern erhältlich und bereits vorgekocht. Bei Konserven können Sie sich einfach nach dem auf der Packung angegeben Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) richten. Am besten bekommt Kichererbsen aber auch in dieser Form ein kühler, dunkler Aufbewahrungsort.

    

Kicherbsen: die richtige Verarbeitung
 

Getrocknete Kichererbsen müssen zunächst für mindestens 12 Stunden eingeweicht werden. Das Einweichwasser sollte entsorgt und durch neues ersetzt werden. Vor dem Kochen werden die Kichererbsen noch einmal gründlich gespült. Die Kochzeit beträgt dann etwa noch 2 Stunden. Wenn Sie die Kichererbsen 24 Stunden einweichen, verkürzt sich die Garzeit auf etwa 30-40 Minuten.

Kichererbsen sind eine wichtiger Bestandteil für viele internationale Gerichte. Sehr bekannt sind zum Beispiel Hummus oder Falafel. Kichererbsen sind außerdem eine beliebte Zutat für indische Currys und Eintöpfe oder für frische Salate. Aus Kichererbsen gewonnenes Mehl eignet sich sogar für Kuchenböden und süße oder herzhafte Teigfladen.

Kichererbsen harmonieren gut mit kräftigen Gewürzen wie Curry, Knoblauch, Kreuzkümmel oder frischen Kräutern. Durch ihren relativ milden Eigengeschmack passen sich Kichererbsen nämlich sehr gut an und fügen sich in viele Gerichte ein. Seien Sie also ruhig experimentierfreudig mit Kichererbsen! 

    

Eiweißspender Kichererbsen - das steckt drin!
 

Ungekochte Kichererbsen enthalten Giftstoffe, die allerdings bei ausreichendem Einweichen und anschließendem Spülen ausgeschwemmt werden. Dann ist der Verzehr von Kichererbsen völlig ungefährlich. Und nicht nur das: Kichererbsen sind sogar richtig gesund! Die kleinen Hülsenfrüchte sind eine gute Alternative zu den üblichen Sättigungsbeilagen wie Nudeln oder Kartoffeln, denn Kichererbsen enthalten viele Ballaststoffe und haben einen hohen Anteil an langkettigen Kohlenhydraten. Darüber hinaus bestehen Kichererbsen zu etwa 20% aus Eiweiß und bilden damit eine wertvolle Proteinquelle, auch für Vegetarier. Auch der Anteil an Eisen, Zink und Magnesium in Kichererbsen ist erwähnenswert.

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