Ölsaaten

 

Klein, aber reich an Nährstoffen

 

Der Eiweißgehalt der "kernigen Öl-Ware" ist beachtlich. Er liegt im Mittel bei 20 bis 30 Prozent und zeichnet sich durch eine sehr hohe ernährungsphysiologische Qualität aus. Die Aminosäurenstruktur der Sesamsaat beispielsweise (Aminosäuren sind die einzelnen Bausteine, aus denen Eiweiß zusammengesetzt ist) entspricht nahezu perfekt dem vom Menschen benötigten Aminosäurenmuster. Der einzige Nachteil ist ein zu geringer Anteil der Aminosäure Lysin. Mischt man aber Sesam mit lysinreicher Kost (beispielsweise Sojaprodukten), ist man hinsichtlich der Proteinqualität optimal versorgt.

 

Ein weiteres Plus der Ölsaaten ist ihre Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders bei den Kernen der Sonnenblume: Sie enthalten überdurchschnittlich viel Kalium, Magnesium, Vitamin E, B1, B6 und Niacin. Als Knabberei sind Sonnenblumenkerne damit ein ideales "Nervenfutter". Sesamsamen glänzen besonders durch ihren Reichtum an Vitamin B1, B2, Provitamin A, Niacin, Kalzium, Eisen, Mangan und Nickel. Eine reichliche Portion Lecithin, nervenstärkend und cholesterinsenkend, rundet das Nährstoffspektrum des Sesamkorns ab. Leinsamen sind ebenfalls gute Vitamin-B-Lieferanten, enthalten relativ viel Eisen, Kupfer und große Mengen des wertvollen Vitamin E, Kürbiskerne sind eine gute Vitamin-E- und Zinkquelle, und Mohn beinhaltet zahlreiche Vitamine der B-Gruppe.

 

Werden Ölsaaten regelmäßig verzehrt, können die kleinen Kerne selbst eine schlechte Ballaststoffbilanz ein wenig aufbessern. Ballaststoffe sind wichtig für eine geregelte Darmfunktion und helfen außerdem, den Blut-Cholesterinspiegel in gesundem Lot zu halten. Besonders Leinsamen ist für seine wohltuende Wirkung bei Verdauungsproblemen bekannt. Ungeschälter Leinsamen schlägt mit bis zu 40 Prozent unverdaulichen Ballaststoffen zu Buche, die obendrein hervorragende Quelleigenschaften besitzen. Der Ballaststoffanteil von Mohn liegt bei etwa 20, der von geschältem Sesam bei zwölf Prozent. Im Naturkostladen wird im Gegensatz zum konventionellen Handel fast ausschließlich Sesam mit Schale angeboten, was den Ballaststoffgehalt noch um einiges erhöht.

 

Auch im Bereich der sekundären Pflanzenstoffe, denen in vielerlei Hinsicht "pharmakologische" Wirkung zugeschrieben wird, trumpfen die Ölsaaten kräftig auf. Besonders in Sesam, Sonnenblumenkernen und Leinsamen sind sogenannte Phytosterine enthalten, die im Organismus eine Entlastung des Cholesterinspiegels bewirken können. Phytosterine aus Kürbiskernen dagegen sollen bei Blasen- und Prostatabeschwerden helfen. Schon 2-3 Teelöffel Kürbiskerne über den Tag verteilt sind ausreichend.

 

Leinsamen ist besonders reich an wertvollen Omega-3 Fettsäuren, die für einen gesunden Körper enorm wichtig und essentiell, d.h. zugeführt werden müssen da sie der Körper nicht selbst herstellen kann, sind.

 

In konventionellen Speiseölen sind meist keine Phytosterine mehr enthalten, da sie durch die routinemäßig durchgeführte Raffination verlorengehen. In der ganzen Ölsaat, oder in kaltgepreßten, unraffinierten Ölen wie sie im Naturkosthandel angeboten werden, sind Phytosterine dagegen unbeschadet vorhanden.

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