Kardamom

 

Kardamom ist neben Safran und Vanille eines der teuersten Gewürze der Welt. Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist besonders in der asiatischen Küche sehr beliebt. In Asien wird er zum Würzen von heißen Speisen – wie beispielsweise indischen Currys – aber auch von Kaffee und Tee verwendet. In Deutschland kommt Kardamom dagegen vor allem in der Weihnachtszeit zum Verfeinern von Lebkuchen, Spekulatius oder Glühwein zum Einsatz.

 

Das Gewürz Kardamom

 

Beim Kardamom wird zwischen grünem und schwarzem Kardamom unterschieden. Beide Arten werden als Gewürz verwendet, allerdings für unterschiedliche Speisen. Das Kardamom-Gewürz wird jeweils aus den Samen der Pflanze gewonnen, zum Teil werden aber auch die getrockneten Früchte verwendet. In den Samen sind ätherische Öle enthalten, die dem Gewürz sein typisches Aroma verleihen. Häufig wird Kardamom allerdings nicht als reines Gewürz eingesetzt, sondern wird in Gewürzmischungen verwendet.

 

Grüner Kardamom hat einen süßlich-scharfen Geschmack. Da sein Aroma leicht verfliegt, sollte man anstelle von gemahlenem Kardamom-Pulver im Handel besser Kardamom-Kapseln kaufen. Dazu wird die Kapsel geöffnet und die Samen anschließend zermahlen. Ist der Kardamom frisch, haben die Samen eine kräftige grüne Farbe, während die Samen ölig-schwarz sind. Grüner Kardamom wird für indische Masalas, für Chai-Tee, für arabischen Kaffee, aber auch für süßes Gebäck verwendet.

 

Im Gegensatz zum grünen Kardamom hat schwarzer Kardamom einen eher herben Geschmack. Deswegen wird er nur selten für die Zubereitung von Süßspeisen verwendet. Stattdessen wird das Gewürz vor allem zum Verfeinern von deftigen Fleischgerichten eingesetzt.


Wirkung von Kardamom


Die Samen des Kardamoms enthalten ätherische Öle, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben können. Kardamom wird vor allem eine wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Bereich nachgesagt. So soll Kardamom verdauungsfördernd sein und bei Blähungen helfen. Ebenso soll er eine krampflösende Wirkung haben und sich bei Magenschmerzen beruhigend auf den Magen auswirken. Bei Magenproblemen ist besonders ein Kardamom-Tee zu empfehlen: Dazu die Kardamom-Kapseln leicht zerstoßen, mit kochendem Wasser übergießen und anschließend mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Je nach Belieben kann der Tee zusätzlich noch mit anderen Kräutern, wie zum Beispiel Pfefferminze, verfeinert werden.

 

Daneben soll Kardamom angeblich auch bei Mundgeruch Abhilfe schaffen können: Durch das Kauen der Samen soll sich der Atem verbessern – weshalb in einigen Ländern auch nach dem Genuss von Alkohol oder dem Verzehr von Knoblauch gerne auf Kardamom-Samen zurückgegriffen wird. In Arabien wird Kardamom darüber hinaus auch eine stimmungsaufhellende sowie eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.


Kardamom dosieren und anwenden

 

Als Gewürz kommt Kardamom vor allem in der arabischen sowie in der asiatischen Küche zum Einsatz. Schwarzer Kardamom wird hier vorwiegend zum Verfeinern von Fleisch-, Reis- und Gemüsegerichten verwendet. Wer mit Kardamom kocht sollte beachten, dass das Gewürz sein Aroma am besten beim Erhitzen entfaltet. Deshalb sollte das Kardamom-Gewürz beim Kochen möglichst früh zu dem Gericht dazugegeben werden.

 

Grüner Kardamom wird zwar auch zum Würzen von warmen Speisen wie beispielsweise Masalas benutzt, aber auch orientalischer Tee wie beispielsweise Chai-Tee oder arabischer Kaffee werden häufig mit ein wenig Kardamom verfeinert. Durch die Zugabe des Kardamoms sollen die Getränke besser bekömmlich sein. In Europa wird grüner Kardamom vor allem zur Weihnachtszeit genutzt. So wird er beim Backen von Lebkuchen oder Spekulatius, aber auch bei der Herstellung von Glühwein verwendet.

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